Beweis 4 – Ein Guru kommt zu Fall = keiner der Gurus autorisiert

Wir haben gerade drei verschiedene Beweise gesehen, die sowohl auf den Worten Srila Prabhupadas als auch denen des GBC basieren. Diese belegen, dass nur ein ritvik-Einweihungssystem für die ISKCON autorisiert wurde.
Zusätzlich beweist der geschichtliche Verlauf des Guru-Systems, das das ritvik-System abgelöst hat, dass es unautorisiert war. In „Nektar der Hingabe“ steht geschrieben:
„Doch manchmal, wenn ein spiritueller Meister nicht vorschriftsmäßig ermächtigt ist und nur auseigener Initiative ein spiritueller Meister wird, mag er durch eine Anhäufung von Reichtum und eine große Zahl von Schülern verleitet werden.“
(Nektar der Hingabe, Kapitel 14, A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada)
Hier wird erklärt, dass falls ein spiritueller Meister nicht autorisiert ist, sich dies dadurch zeigen kann, dass er aufgrund einer Anhäufung von Reichtum und einer großen Zahl von Schülern herunterfallen kann.
Daraus können wir schließen, dass ein Guru niemals autorisiert war, wenn er sich von einer „Anhäufung von Reichtum“ und einer großen “ Zahl von Schülern“ verleiten lässt. Bitte schauen Sie sich hierzu Seite 5 an, auf der die ersten Guru-Betrüger, die den großen Guru-Betrug verübt haben, vorgestellt werden. Hier sehen wir viele Belege, dass mehr als ein ISKCON-Guru „durch eine Anhäufung von Reichtum und eine große Zahl von Schülern verleitet“ wurde.
Dies beweist, dass der jeweilige Guru nicht „vorschriftsmäßig ermächtigt“ wurde und nur „aus eigener Initiative“ ein spiritueller Meister wurde.
Da aber alle dieser 11 in den ersten Teil des Guru-Betrugs verstrickten Personen auf dieselbe Weise zu Gurus wurden, zeigt dies, dass keiner von ihnen vorschriftsmäßig autorisiert wurde.
Nach dem ersten Teil des Guru-Betrugs wurden vom GBC weitere 93 Personen ermächtigt Gurus zu werden. Von diesen 93 Personen wurden mindestens 26 entdeckt die ebenfalls durch eine Anhäufung von Reichtum und einer großen Zahl von Schülern verleitet wurden d.h. gefallen sind. Und auch hier ist es so, dass jede dieser 93 Personen auf dieselbe Art und Weise Guru wurde (nämlich durch den zweiten Teil des Guru-Betrugs). Dies beweist wiederum, dass auch diese 93 Gurus nicht „vorschriftsmäßig ermächtigt“ und nur „aus eigener Initiative“ Gurus wurden. Die ständigen Abstürze der Gurus, in welchem der beiden Guru-System auch immer, beweist somit die Nicht-Autorisierung ihres Handelns.
Dass einige ISKCON Gurus noch nicht zu Fall gekommen sind, (zumindest nicht offensichtlich) beweist auf der anderen Seite nicht, dass diese ihrerseits autorisiert wurden. Die Tatsache, dass ihre gefallenen Guru-Kollegen auf die gleiche Art und Weise zu Gurus wurden wie sie, ist als Beweis bereits ausreichend, dass sie ebenfalls nicht vorschriftsmäßig autorisiert wurden, auch wenn sie sich öffentlich noch keine Vergehen haben zu Schulden kommen lassen (von denen wir wissen).
Die vorliegenden Statistiken bezüglich des Guru-Systems der ISKCON (1978 – 2004) zusammengenommen zeigen:
Es wurden 104 Gurus ernannt
34 sind heruntergefallen – 33%
14 wurden von der GBC (oder Guru-Kollegen) getadelt – 13%
56 verbleiben (ohne Tadel oder Vergehen) – 54%
Das bedeutet, dass selbst nach dem beeinträchtigten Verständnisses des GBC, fast die Hälfte der von ihm autorisierten Gurus – 46% - sich als unzuverlässig rausgestellt haben.
Dabei bleibt zu erwähnen, dass sich diese Analyse nur auf die offiziellen Statistiken bezieht. D.h. hier finden nur Zahlen Berücksichtigung, die vom GBC zugegeben wurden und die tatsächlich ans Licht kamen. Wenn man bedenkt wie viele Geschehnisse der GBC bereits vertuscht hat und das viele Gurus (z.B. Prithu Das, ein gefallener, vom GBC gewählter Guru, der in seiner Rücktrittserklärung verlauten ließ, dass er den regulierenden Prinzipien seit „einer Weile“ nicht mehr folge) ebenfalls gut darin sind ihre Entgleisungen geheim zu halten, so sieht die Realität vermutlich wesentlich schlimmer aus. Betrachtet man die Zahlen hinsichtlich der Frage wie lange jemand schon als Guru aktiv ist, so entsteht tatsächlich ein wesentlich schlimmeres Bild. Unterteilt man die oben genannten Zahlen in 3 Kategorien – Guru seit mehr als 25 Jahren, Guru seit mehr als 18 Jahren und Guru seit weniger als 18 Jahren – so entsteht die unten abgebildete Darstellung (Siehe Tabelle).
Je länger jemand also als Guru handelt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er herunterfällt oder für abweichendes Verhalten getadelt wird - dies ist eine beunruhigende Tatsache. Die unten angegebenen Zahlen deuten an, dass letztendlich alle Gurus entweder herunterfallen oder zumindest getadelt werden. Und das wenn man sich nur an die offiziellen Zahlen hält, also an offiziell gestandene Vergehen etc. Wie bereits erwähnt ist es jedoch irrelevant wie viele Gurus standhaft bleiben. Denn selbst wenn nur einer zu Fall kommen würde, beweist dies, dass keiner von ihnen autorisiert wurde, da sie alle auf dieselbe Weise „autorisiert“ wurden. (Bitte bedenken Sie, dass auch wenn kein einziger Guru jemals heruntergefallen wäre, dies nicht bedeuten würde, dass die Gurus autorisiert worden sind. Das Herunterfallen ist lediglich ein Indiz für den Mangel an eine vorschriftsmäßige Autorisierung. Wenn ein Guru aber nicht herunterfällt ist dies hingegen nicht automatisch ein Indiz dafür, dass er autorisiert wurde, denn es könnte sein dass er nicht autorisiert ist, es aber vermeidet sich öffentlich der Sinnesbefriedigung hinzugeben. Von diesen „Gurus“ gibt es in Indien unzählige, die betrügerischen Sekten angehören, aber nie äußerlich erkennbar zu Fall kommen. Das Zitat von Srila Prabhupada besagt nur, dass ein unautorisierter spiritueller Meister herunterfallen kann.
Dies bezieht sich natürlich nur auf äußerlich erkennbares Zufallkommen. Die Tatsache, dass sich jemand fälschlicherweise die Position des Gurus aneignet ist an sich ein Beweis für ein wesentlich größeres Vergehen – denn hier handelt es sich um eine Abweichung von der Vaisnava-Philosophie, da die Anweisungen des spirituellen Meisters missachtet wurden).
Zusammenfassend betrachtet ist das Resultat dieser Guru-Systeme nicht wirklich positiv.
Doch egal ob diese Systeme gut oder schlecht sind, so beweist der Umstand dass überhaupt Gurus heruntergefallen sind, die nicht vorschriftsmäßige Autorisierung aller Gurus in der ISKCON.
Damit bleibt wiederum nur das in der Anweisung vom 9. Juli beschriebene ritvik-System als die einzige autorisierte Methode zur Einweihung in der ISKCON erhalten.
Abschließend noch einmal eine kurze Zusammenfassung der Beweise:
- Nektar der Hingabe besagt: Wenn ein Guru nicht vorschriftsmäßig ermächtigt ist, kann er zu Fall kommen.
- Kommt der Guru zu Fall, ist er folglich nicht vorschriftsmäßig ermächtigt.
- Alle Gurus wurden auf dieselbe Weise ermächtigt.
- Somit sind alle Gurus nicht vorschriftsmäßig ermächtigt.
- Das durch die Anweisung vom 9. Juli autorisierte ritvik-System bleibt bestehen.
(Alle Daten stammen aus GBC-Unterlagen und enthalten nur Angaben bis zum Jahre 2004)
| Zeitpunkt der Ernennung | Anzahl der ernannten Gurus | Anzahl der gefallenen Gurus | Durch GBC (oder andere Gurus) getadelt | Verbleibende Gurus (ohne Tadel) |
|---|---|---|---|---|
Vor weniger als 18 Jahren (die meisten wurden in den letzten 10 Jahren ernannt) |
45 |
7 (16%) |
7 (16%) |
7 (16%) |
Vor mehr als 18 Jahren |
48 |
19 (40%) |
5 (10%) |
24 (50%) |
Vor mehr als 25 Jahren |
11 |
8 (73%) |
3 (27%) |
0 (0%) |